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8 Tipps zum Heizkosten sparen

8 Tipps zum Heizkosten sparen

Die Energierechnung macht für viele Haushalte einen wesentlichen Anteil der Nebenkosten aus. Insbesondere die Kosten für die Wärmeerzeugung sind dabei oft sehr hoch. Daher wundert es nicht, dass besonders hier viel Verbesserungspotenzial schlummert. In diesem Beitrag finden Sie daher Tipps dazu, wie Sie beim Heizen Kosten sparen können.

Wer am Heizkörper Kosten reduzieren kann, spart nicht nur bares Geld, sondern tut auch der Umwelt etwas Gutes. Mit den folgenden Energiespartipps benötigen Sie nämlich weniger Energie, was bedeutet, dass Sie im Effekt weniger CO2 produzieren.

Heizkosten sparen: Wie heizt man richtig?

Um Heizkosten zu sparen, sollten Sie sich zunächst einmal damit beschäftigen, welche Temperatur für jeden Raum empfehlenswert ist. Dabei handelt es sich zu einem gewissen Grad um persönliche Präferenzen. Zugleich steht aber fest, dass am Heizkörper im Schlafzimmer niedrigere Temperaturen als im Wohnzimmer herrschen sollten. 

Diese Heizungs-Temperaturen sind zu empfehlen:

  • Wohnräume: rund 20 Grad
  • Kinderzimmer: 22 Grad
  • Badezimmer: bis zu 23 Grad
  • Schlafzimmer: 15 bis 16 Grad
  • Küche: 16 Grad

Zugleich ist es wichtig, dass Sie das Sparen der Heizkörper-Kosten nicht übertreiben. Wenn die Temperatur in ungenutzten Räumen oder während einer Abwesenheit auf unter 12 Grad abfällt, dauert es zu lange, die Räume wieder aufzuheizen. Hier steigt also der Energieverbrauch eher, als dass er sinkt. Zudem entsteht ein Risiko für Schimmel und Feuchtigkeit. Achten Sie daher auf Temperaturen von mindestens 15 Grad. 

Beachten Sie diese Faustregel: Jedes Grad weniger spart bis zu 6% Heizkosten für Sie ein. 

Tipp 1: Das Thermostat richtig einstellen

Wenn die Heizungs-Temperaturen so weit stimmen, geht es daran, sich mit dem Thermostat zu beschäftigen. Programmierbare Thermostate von Anbietern wie Hager oder Pearl sind hier ideal, da sie sich an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen lassen. 

Diese Geräte enthalten eine Elektronik, mit der sich die Temperatur minutengenau steigern und senken lässt. So können Sie zum Beispiel durch reduzierte Temperaturen in der Nacht am Heizkörper Kosten sparen. Morgens werden die Temperaturen rechtzeitig, bevor Sie aufstehen, wieder hochgefahren. 

Die Stufe 1 beim Thermostat entspricht einer Temperatur von etwa 12 Grad. Der Abstand zwischen den Heizungs-Stufen für die Temperatur beträgt 4 Grad und die kleinen Striche dazwischen markieren jeweils 1 Grad. Das bedeutet, dass Stufe 5 bereits 28 Grad entspricht. 

Übrigens: Vor allem in der ersten eigenen Wohnung stellt sich oft die Frage «Wie spare ich richtig?». Neben dem Heizen gibt es einige weitere wichtige Tipps, die Sie hier finden.

Tipp 2: Heizung regelmässig entlüften

Auch die Entlüftung der Heizkörper ist eine Antwort auf die Frage «Wie heize ich richtig?». Die Geräte sollten nämlich regelmässig gewartet werden. Dabei ist die Entlüftung der erste Schritt. Sobald die Heizkörper nicht mehr richtig warm werden oder gluckern, enthalten sie zu viel überschüssige Luft. 

Idealerweise entlüften Sie die Heizung einmal pro Jahr. Das geht ganz leicht mit einem speziellen Schlüssel. Schon vor Beginn der Heizperiode können Sie die Entlüftung der Heizkörper vornehmen. Diese vorbeugende Massnahme kann die Heizkosten um bis zu 15% senken. 

Tipp: Stellen Sie einen kleinen Behälter unter das Entlüftungsventil, bevor Sie den Schlüssel ansetzen. So fangen Sie austretendes Wasser auf. Drehen Sie das Thermostatventil vollständig auf und öffnen Sie das Entlüftungsventil, wenn der Heizkörper warm ist. Sobald nur noch heisses Wasser aus dem Ventil austritt, ist die überschüssige Luft entwichen und die Entlüftung komplett.

Nach der Entlüftung ist es sinnvoll, auch den Druck im ganzen Heizungssystem zu prüfen und bei Bedarf Wasser nachzufüllen. Halten Sie bei Bedarf Rücksprache mit der Gebäudebewirtschaftung. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus mit Zentralheizung wohnen. Auch eine regelmässige professionelle Wartung ist ideal, um beim Heizen Kosten zu sparen.

Tipp 3: Heizkörper berfreien

Wer Heizkosten sparen möchte, sollte zudem darauf achten, dass die Heizkörper freistehen. Sie sollten weder von grossen Möbeln noch von dicken Vorhängen bedeckt werden. Denn in diesen Fällen kann die warme Luft nicht korrekt ausströmen. 

Prüfen Sie daher regelmässig, dass die Heizkörper richtig zu sehen sind. Grosse Möbelstücke wie etwa das Sofa sollten mindestens 30 Zentimeter Abstand zur Heizung haben. Halten Sie die Objekte zudem sauber, da Staub die Heizkörper-Kosten ebenfalls in die Höhe treiben kann.

Tipp 4: Bei Abwesenheit richtig heizen

Richtig heizen im Winter? Das ist vor allem während einer Abwesenheit sehr wichtig. Denken Sie daran, die Heizkörper nicht komplett herunterzufahren. Besser ist es, die Heizung bei niedrigerer Temperatur weiterlaufen zu lassen. So schützen Sie sich vor Schimmel und sparen Heizkosten, da die Wohnung nicht komplett auskühlt. 

Tipp: Mehr darüber, wie Sie sich am besten vor Schimmel schützen und noch dazu sparsam heizen mit Strom, finden Sie in diesem Beitrag

Für einen kurzen Trip sind Temperaturen von 15 Grad optimal. Wenn Sie länger weg sind, können Sie eine durchschnittliche Heizungs-Temperatur von 12 Grad im Thermostat einstellen. Viele Thermostate lassen sich inzwischen auch aus der Ferne bedienen, sodass Sie selbst bei spontanen Reisen rechtzeitig vor Ihrer Ankunft kuschelig warme Temperaturen schaffen können.

Tipp 5: Heizung einstellen lassen

Sparsames Heizen ist eine gute Massnahme, um bei der Heizung Kosten zu sparen. Aber dafür muss die Heizung auch korrekt eingestellt sein. Allzu häufig werden einmal vorhandene Einstellungen nicht mehr geändert. Dabei müssen Heizungen regelmässig an das Gebäude und an die Gegebenheiten angepasst werden. 

Indem Sie die Heizungsanlage richtig einstellen, können Sie 10 bis 15 % Heizkosten sparen. Am besten geht dies durch eine personalisierte Zeitsteuerung mit Absenkungszeiten für Abwesenheiten. Wählen Sie vernetzte Thermostate, mit denen sich Wochenprogramme einstellen lassen. 

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihre Heizung von einem Experten korrekt einstellen. Dieser kann sie auch zu weiterem Sparpotenzial wie etwa beim Umstieg auf eine Wärmepumpe beraten.

Tipp 6: Fenster und Türen abdichten

Sparsames Heizen ist sehr wichtig, hilft aber weniger bei den Heizkosten, wenn es zieht. Daher gilt: Türen wenn möglich geschlossen halten. Insbesondere weniger beheizte Räume sollten keine offenen Türen aufweisen, um die anderen Räume nicht auszukühlen. 

Überprüfen Sie Ihre Fenster und Türen auf das Eindringen von Zugluft. Das geht, indem Sie ein Blatt Papier zwischen Fensterrahmen und -flügel klemmen. Schliessen Sie dann das Fenster und probieren Sie, ob sich das Blatt Papier herausziehen lässt. Wenn sich das Papier nicht verschieben lässt, ist das Fenster dicht. 

Undichte Rahmen lassen sich schnell mit aufklebbaren Isolierbändern flicken. Für die Türen sind auch grössere Schaumstoffstreifen sowie Bürstendichtungen oder Zugluftstopper empfehlenswert, um der kalten Luft von draussen keine Chance zu geben. Dichte Fenster und Türen bringen eine Ersparnis bei den Heizkosten von bis zu 30%.

Tipp 7: Richtig lüften

Selbst die günstigste Heizung treibt die Energierechnung in die Höhe, wenn Sie nicht korrekt lüften. Wussten Sie, dass in einem Vier-Personen-Haushalt pro Tag etwa 10 Liter Wasser verdunsten? Wenn diese Feuchtigkeit nicht abzieht, bildet sich schnell Schimmel. 

Daher ist es wichtig, jedes Zimmer mindestens zweimal pro Tag für jeweils 10 Minuten zu lüften. Öffnen Sie die Fenster dafür kurz, aber weit. Idealerweise öffnen Sie zugleich ein gegenüberliegendes Fenster, um Durchzug zu erzeugen. Drehen Sie in dieser Zeit die Thermostate der Heizkörper herunter, um Strom oder Gas zu sparen.

Wer hingegen den ganzen Tag das Fenster «auf Kipp» lässt, treibt die Heizleistung unnötig in die Höhe. Dies führt schnell zu hohen Kosten, da die Heizkörper Kosten dann aufgrund der höheren Leistung zunehmen. Zudem kühlen die Wände aus, wodurch das Risiko für Schimmel trotz der frischen Luft steigt. 

Auch wichtig: Schliessen Sie Fenster in der Nacht, um Ihre Heizkosten im Griff zu behalten. Auch Rollläden und Fensterläden sollten geschlossen sein, um die gewünschte (niedrigere) Temperatur für die Nacht zu erhalten.

Tipp 8: Energieverbrauch regulieren

Wie immer spielt auch der Faktor Mensch eine wichtige Rolle. Um im Winter richtig zu heizen, sollten Sie sich daher gemeinsam mit Mitbewohnenden über eine energiesparende Strategie für effizientes Heizen verständigen. Anderenfalls besteht das Risiko, dass Sie vorhandenes Potenzial zum Kosten sparen nicht ausnutzen. 

Schon kleine Veränderungen im Verhalten können zu einem geringeren Energieverbrauch beitragen, sodass Sie bei der Heizung sparen. Überlegen Sie, ob eine oder mehrere dieser Massnahmen für Sie in Frage kommen:

  • Duschen statt baden
  • Der Jahreszeit entsprechende Kleidung tragen
  • Stosslüften statt Fenster kippen
  • Heizungs-Temperatur pro Raum nicht höher als nötig einstellen

Fazit: Die Frage «Wie heizt man richtig?» lässt sich mit einigen simplen Massnahmen beantworten. Indem Sie auf effizientes Heizen setzen, vernetzte Thermostate nutzen, den Heizkörper im Schlafzimmer niedrig einstellen, regelmässig die Heizung lüften und einstellen und die Fenster und Türen abdichten, sind Sie schon auf einem guten Weg. 

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen dieser Internetseiten wurden sorgfältig recherchiert. Trotzdem kann keine Haftung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.



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