7 Tipps für die Maklersuche

Makler sind für den Verkauf oder die Vermietung von Immobilien oft unverzichtbar. Ihr Beruf ist es, Vertragsabschlüsse für Wohnungen, Häuser und gewerbliche Immobilien zu vermitteln, um ein Miet- oder Kaufverhältnis abzuschliessen.  Wenn ein Vertrag zustande kommt, erhält der Makler eine Provision. Deren Höhe hängt von dem Miet- oder Kaufpreis der Immobilie ab. Um bei der Suche nach einem Makler die richtige Wahl zu treffen, erhalten Sie hier 7 Tipps dafür, was einen guten Makler auszeichnet.

 

Tipp 1: Auf die Konditionen des Maklers achten

Bei der Suche nach einem Makler sind die Konditionen besonders wichtig. Dazu gehört die Provision (s. Tipp 2), aber auch die Art der Zusammenarbeit. Wir empfehlen, die Immobilie nur durch einen Makler betreuen zu lassen, denn Immobilien, die mehrere Makler betreuen, sind meistens weniger attraktiv und sorgen bei Interessenten oft für Verwirrung. 

 

Gute Makler haben viel Erfahrung, eine passende Ausbildung und arbeiten auf Erfolgsbasis. Das bedeutet, dass eine Provision nur dann anfällt, wenn der Makler Ihr Objekt erfolgreich vermittelt. So gehen Sie als Auftraggeber auf Nummer sicher und haben zudem den Vorteil, dass der Makler sich engagiert für Ihre Belange einsetzen wird. Makler, die im Voraus bezahlt werden, sind hingegen weniger seriös und führen nicht immer zu einem erfolgreichen Abschluss des Vertrags. Die Zusammenarbeit sollte also risikofrei sein!

 

Tipp 2: Provision definieren

Eine der wichtigsten Fragen besteht in der Höhe der Maklerprovision. Diese beträgt in der Schweiz normalerweise bis zu 3% des Verkaufspreises beim Verkauf oder bis zu zwei Bruttomonatsmieten bei der Vermietung. Bei sehr teuren Liegenschaften können auch niedrigere Sätze angewendet werden, indem eine Pauschale vereinbart wird. Zudem ist es möglich, die Maklerprovision individuell auszuhandeln. Achten Sie jedoch stets darauf, diese schriftlich festzuhalten, um nicht in eine Falle zu tappen.

 

Wichtig: In der Schweiz kommt es häufig vor, dass Makler die Provision über den Verkaufspreis decken wollen. Jedoch handelt es sich dabei tendenziell um eine leere Versprechung. Provision und Immobilienpreis sollten Sie getrennt voneinander behandeln. So gehen Sie sicher, dass der Makler einen fairen Preis für die Immobilie ansetzt. Das eine Aufwandsentschädigung bei Erfolglosigkeit entsteht, entspricht leider oft der Norm, diese sollte mit dem Makler schriftlich im Maklervertrag festgehalten werden, damit keine Überraschungen entstehen (Wir empfehlen generell, nichts im Voraus jedoch auch nichts bei Erfolgslosigkeit zu bezahlen).

 

Kleiner Tipp: Lassen Sie sich beim Erstgespräch vor Ort oder am Telefon nicht um den Finger wickeln, indem Sie dem Gegenüber glauben, dass die Provision „auf jeden Fall“ über den Verkaufspreis gedeckt werden kann. In 90% der Verkäufe, werden die Immobilienpreise der Eigentümer jeweils zu hoch angesetzt, was dazu führt, dass die Provision nicht über den Verkaufspreis gedeckt werden kann! 

 

Tipp 3: Immobilienbestand sichten

Bevor Sie sich für den Makler entscheiden, sollten Sie sein Portfolio anschauen. Gefällt Ihnen, wie er Immobilien präsentiert, welche Fotos er nutzt und wie er die Objekte beschreibt? Manche Makler fallen durch die Nutzung innovativer Technologien wie zum Beispiel 360°-Rundgängen oder hochwertigen Bilder positiv auf, während andere unverständliche Abkürzungen nutzen und weniger schöne Fotos machen. Ein guter Makler kann durch seine Portfolio-Immobilien allein überzeugen.

 

Wichtig: Zur Dienstleistung eines guten Maklers gehört auch, dass er die zu vermarktenden Immobilien auf vielen verschiedenen Portalen einstellt. So zeigt er, dass er sich auf dem Markt auskennt und mit unterschiedlichen Portalen umgehen kann. An dieser Stelle sind die sozialen Medien nicht zu unterschätzen, dort sollte auch zwingend inseriert werden. Die Immobilie sollte also eine maximale Reichweite erhalten und bestmöglich präsentiert werden.

Tipp 4: Erfahrung und Vernetzung in der Region überprüfen

Da der Immobilienmarkt regional sehr unterschiedlich ist, sollten Sie auch sichergehen, dass der Makler sich in Ihrer Region auskennt. In seinem Portfolio erhalten Sie mehr Informationen über den regionalen Schwerpunkt des Maklers. Sie können auch persönlich nachfragen und sich Angaben zu Projekten, die der Makler in Ihrem Ort oder Ihrer Region durchgeführt hat, schicken lassen. Jeder guter Immobilienmakler sollte also so über Referenzobjekte in der Region verfügen.

 

Ein Makler, der sich vor Ort nicht auskennt, wird Ihre Immobilie nicht gut vermarkten können. Umso wichtiger ist es, einen Makler zu finden, der gut vernetzt und in der Region tätig ist. Achten Sie auch darauf, ob das Netzwerk des Maklers auch aus Treuhändlern, Banken und Privatpersonen besteht.

Kleiner Tipp: Lesen Sie jeweils die Google-Bewertungen des Maklers gut durch und fragen Sie den Makler auch an, ob er Ihnen Kontaktdaten seiner Referenz-Kunden angibt.

 

Tipp 5: Ausbildung und Fachwissen erfragen

Der gewählte Makler sollte passende Qualifikationen im Immobilienbereich aufweisen. Eine fachliche Ausbildung sowie regelmässig besuchte Weiterbildungen und Workshops sind wichtige Hinweise auf sein Fachwissen und seine Qualifikationen. Gute Makler sind zudem Mitglieder in einem Berufsverband. Diese Mitgliedschaft deutet auf eine Basisqualifikation hin und garantiert zudem, dass sich der Makler an einem Ehrenkodex orientiert.

 

Bei Maklerfirmen ist es wichtig, dass die Firma ihr Personal qualifiziert und weiterbildet. Bei Properti setzen wir zum Beispiel auf die Properti Academy und auf stetige Weiterbildung unserer Maklerinnen und Makler. Inhabergeführte Firmen sind zu bevorzugen, denn sie deuten auf eine grössere Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und auf einen hohen Qualitätsstandard hin. Informieren Sie sich über den Ruf der Firma und fragen Sie nach, welcher Makler Sie und Ihr Projekt betreuen würde.

 

Tipp 6: Regelung des Maklermandats klären

Das Maklermandat sollte klar geregelt werden, damit Sie auf der sicheren Seite sind. Bestehen Sie auf einem schriftlichen Maklervertrag, der das Ob und Wie der Maklertätigkeit festhält. Dort sollten auch weitere Informationen wie etwa die Höhe der Provision und die Frage, ob es sich um einen Allein- oder um einen Allgemeinauftrag handelt, geklärt werden. Versichern Sie sich auf jeden Fall, dass Sie trotz Maklervertrag jederzeit auch selbst weiterhin verkaufen können.

 

Regeln Sie im Maklermandat auch die Laufzeit des Vertrags, die Kündigungsmöglichkeiten und die Frage, ob der Makler auf Erfolg arbeitet. Denn Sie sollten ihn nur dann bezahlen, wenn er die Immobilie erfolgreich vermittelt. Transparente und schriftliche Formulierungen sind ein Hinweis auf einen guten, professionellen Makler.

 

Tipp 7: Risiken der Zusammenarbeit überprüfen

Idealerweise ist die Kooperation mit einem Immobilienmakler für Sie risikofrei. Das bedeutet, dass der Makler auf Erfolgsbasis arbeitet und offen und ehrlich mit Ihnen kommuniziert. Er sollte von sich aus das Maklermandat detailliert erklären und einen transparenten Vertrag vorschlagen. Achten Sie sich auch darauf, dass Sie als Eigentümer nur bezahlen müssen, wenn der Job auch wirklich erledigt wurde. Qualifikationen sowie die Mitgliedschaft in einem Berufsverband reduzieren das Risiko für Sie.

 

Aufgepasst: Die Makler in der Schweiz arbeiten oft als „Nachweismakler“, versichern Sie sich also, dass Sie die Provision nur dann bezahlen müssen, wenn der Kaufvertrag/ Mietvertrag auch wirklich unterzeichnet wurde und Sie somit jederzeit jeden Käufer/ Mieter ohne Kostenfolge ablehnen können.

 

Auf Wunsch können Sie den Maklervertrag zusätzlich von einem Rechtsanwalt überprüfen lassen. Dieser erkennt eventuelle Fallstricke. Normalerweise besteht das grösste Risiko jedoch darin, dass der Makler die Immobilie nicht vermarktet. In diesem Fall müssen Sie auch keine Provision zahlen und können dank Kündigungsoption einen anderen Makler auswählen.

 

Sie sind noch auf der Suche nach einem vertrauenswürdigen, guten Makler? Wir sind für Sie da! Unsere erfahrenen Makler sind in der ganzen Schweiz aktiv, sodass Sie sicherlich jemanden mit einer Spezialisierung auf Ihre Region finden. Nehmen Sie Kontakt auf!

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