Big Data in der digitalen Immobilienvermarktung

In der Immobilienvermarktung gehen sowohl Proptechs als auch Makler in den letzten Jahren neue Wege. Dazu gehören etwa digitale Exposés, 3D-Modelle, YouTube-Filme und virtuelle Rundgänge mit Augmented Reality. Technologien wie Big Data und Künstliche Intelligenz machen diese Neuerungen im Immobilienverkauf möglich.

In diesem Beitrag stellen wir Ihnen vor, wie sich die Immobilienvermittlung verändert hat, was Big Data eigentlich damit zu tun hat und welche Rolle der Proptech-Makler dabei einnimmt. Sie erfahren zudem, welche Vorteile sich für Kunden aus der digitalen Immobilienvermarktung ergeben.

 

Vermittlung damals versus heute: Wie hat sich die Immobilienvermittlung verändert?

Schon vor der Corona-Pandemie hat sich die Immobilienvermittlung verändert. Denn immer neue technologische Möglichkeiten bedeuten, dass Kunden ihre Immobilien zunehmend online suchen. Daher müssen sie auch online mit Angeboten wie Videotouren, virtuellen Exposés und Besichtigungen, die dank Internet selbst aus dem Ausland möglich sind, abgeholt werden.

Seit dem Frühjahr 2020 ist die digitale Vermittlung von Immobilien gar nicht mehr aus dem Alltag von Immobilienmaklern wegzudenken. Denn nur dank digitaler Angebote war es möglich, selbst in den Hochzeiten der Pandemie weiterhin Immobilien zu vermitteln. In Folge dessen hat auch bei Unternehmen, die bisher weniger auf digitale Angebote gesetzt haben, ein Umdenken stattgefunden. 

Ein grosser Unterschied zwischen der früheren Immobilienvermittlung und der heutigen besteht darin, dass neben klassischen Maklern nun auch IT-Spezialisten und Webdesigner sowie Datenanalysten in Maklerbüros arbeiten. Insbesondere in Proptechs ist dies der Fall. Hier geht es darum, das Beste aus beiden Welten zu kombinieren, also mithilfe von digitalen Technologien eine bessere Immobilienvermittlung anzubieten.

Eine weitere Entwicklung der letzten Jahre besteht darin, dass viele Immobilienfirmen inzwischen auch auf Social-Media-Kanälen unterwegs sind. Darüber hinaus stellen sie die Exposés der zu verkaufenden Liegenschaften online ein. Je nach Anbieter sind dort Besonderheiten wie dreidimensionale 360-Grad-Visualisierungen oder Video-Rundflüge durch die Umgebung möglich.

Trotz dieser herausragenden Möglichkeiten besteht nach wie vor Nachholbedarf in der Immobilienbranche. Zwar nutzen viele Immobilienunternehmen schon länger digitale Instrumente zur Vermarktung, können die neuen Technologien aber häufig noch nicht umfassend einsetzen. Dabei bieten insbesondere Big Data, künstliche Intelligenz & Co. viel Potenzial in den Bereichen der Finanzierung und der Immobilienbewirtschaftung.

Und auch in der Vermittlung gibt es immer neue Möglichkeiten, die besten Mieter oder Käufer für ein Objekt zu finden. Bei Properti liegt uns dieses «Matchmaking» besonders am Herzen. Wir setzen daher künstliche Intelligenz und weitere Technologien ein, um für jeden Kunden genau die passende Immobilie zu finden.

 

Was ist Big Data und welche Anwendung findet es in der Immobilienbranche?

Die digitalisierte Immobilienvermarktung hängt heutzutage immer mehr von Big Data ab. Damit sind grosse Mengen an strukturierten und unstrukturierten Daten gemeint, die zu Analysezwecken dienen. Sie zeigen Trends an und helfen dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Mengen an Big Data sind schon heute so gross, dass sie nicht mehr von Menschen verarbeitet werden können. Daher kommen automatisierte Lösungen zum Einsatz. Diese ziehen Informationen wie etwa das Durchschnittsalter der Bewohner eines Stadtteils, die Luftqualität oder die Verfügbarkeit von Grundschulen aus der Datenmenge. Softwares helfen dabei, die gewünschten Zusammenhänge zu finden.

Mithilfe dieser Analyse gelingt es Immobilienunternehmen, ihre Verkaufsprozesse schneller und effizienter zu gestalten. Dies beginnt bei der Vermarktung an die richtige Zielgruppe, geht über die teilautomatisierte Erstellung von Exposés und reicht bis hin zur automatischen Anzeigenschaltung für mögliche Interessierte auf sozialen Medien und anderen Kanälen.

 

Welche Rolle nimmt der Proptech-Makler bei der digitalen Transformation des Immobilienmarktes ein?

Proptech-Makler sind besonders gut dahingehend positioniert, den digitalisierten Immobilienmarkt richtig einzuschätzen und die Liegenschaften darauf intelligent zu vermarkten. Denn sie bringen technische Fähigkeiten, Kreativität und Innovationsgeist mit. Trotz einiger Herausforderungen im Rahmen der Corona-Pandemie ist der Drive der Proptech-Branche in den letzten Jahren immer weiter gesunken.

Der Swiss PropTech Report 2021 von Credit Suisse und SwissPropTech zeigt, dass etwa 80% der Schweizer Proptech Start-ups ihre Mitarbeiterzahlen in den letzten Jahren ihre Mitarbeiterzahl um über 70% gesteigert haben. Ein weiteres Wachstum ist zu erwarten, da Proptechs nicht nur von den digitalen Trends profitieren, sondern diese auch zugleich vorantreiben. 

Die folgenden Faktoren führen laut der Studie zum Erfolg von Proptechs:

  • Klarer Kundennutzen der innovativen Technologien
  • Starkes Team mit einem hervorragenden Management
  • Skalierbarkeit der digitalen Lösungen sowie Wachstumsmöglichkeiten auf dem Markt

Weitere Erfolgsfaktoren sind eine einfache Produktintegration, das Timing der Innovation, ein Alleinstellungsmerkmal, ein gutes Netzwerk sowie eine ausreichende Finanzierung. Für den Kunden sind bei der Immobilienvermarktung die digitalen Techniken von Proptech-Anbietern wohl besonders interessant. Obwohl sie nach wie vor persönlich beraten werden, erhalten sie zusätzliche Services wie Echtzeitinformationen per Software, Videoführungen und Updates vom Makler.

 

Stellt Künstliche Intelligenz eine Konkurrenz für Makler dar?

Auf den ersten Blick mag es so scheinen, als ob Big Data und künstliche Intelligenz den Maklern ihren Job bald strittig machen können. Allerdings ist diese Sorge unbegründet. Zwar erlauben die Digitalisierung und die Automatisierung von Prozessen eine Vereinfachung und Beschleunigung der Makleraufgaben, aber so bleibt mehr Zeit für den persönlichen Kontakt.

Selbst wenn künftig einige Tätigkeit vollständig von Softwares übernommen werden, ist das für Makler nur von Vorteil. Sie können nämlich so auf Routineaufgaben verzichten. Dadurch können Zeit und Geld gespart werden, während dem Makler mehr Zeit für den persönlichen Kontakt mit dem Kunden bleibt. Insbesondere bei einer so wichtigen Entscheidung wie dem Kauf einer Wohnung oder eines Hauses ist dieser persönliche Kontakt für die Kunden besonders wichtig.

Wie profitieren die Kunden von einer digitalen Vermittlung?

Die digitale Immobilienvermittlung bringt nicht nur den Proptech Start-ups viele Vorteile. Auch für die Kunden sind neue Tools interessant. 3D-Visualisierungen, hochwertige Fotos von Drohnen und virtuelle Besichtigungen per Video sind neue Möglichkeiten, eine Immobilie zu finden. Zudem können Makler sich dank digitaler Immobilienvermarktung besser um ihre Kunden kümmern.

Die folgenden vier Vorteile für Kunden sind besonders hervorzuheben:

 

Vorteil #1: Prognose von Preisentwicklungen

Eine der wichtigsten Fragen bei der Immobiliensuche besteht darin, wie sich der Preis zusammensetzt. Etwa fragen sich viele Kunden, wann der ideale Zeitpunkt für den Verkauf ihrer Immobilie gekommen ist. Auch die Frage zur Wertentwicklung von Objekten lässt sich mithilfe von Big Data ganz einfach in einer Software beantworten. Ebenso sind Immobilienbewertungen per Big Data unkompliziert möglich.

Immobilienagenturen können inzwischen Marktinformationen, Kundendaten und öffentliche Datensätze kombinieren, um für ihre Kunden Prognosen zu Preis, Wertentwicklung und Finanzierung bereitzustellen. Zudem erhalten Immobiliensuchende auf Wunsch Details zu der voraussichtlichen Entwicklung in der Immobilienbranche einer bestimmten Stadt oder einer bestimmten Strasse. Auch für die Mietpreisentwicklung ist eine Prognose auf Basis von künstlicher Intelligenz und Big Data von immer höherer Relevanz.

 

Vorteil #2: Schnelle Suche nach passenden Käufern

Neben dem passenden Preis ist es bei der digitalen Immobilienvermarktung auch wichtig, den richtigen Käufer zu finden. Immobilienmakler können ihren Verkaufskunden hier mithilfe von Big Data und künstlicher Intelligenz neue Chancen eröffnen. Denn Software ist in der Lage, passende Immobilien mit möglichen Kunden zu verbinden. Sie kann passende Angebote erstellen, die etwa zu einer empfänglichen Zielgruppe aus einem bestimmten Stadtteil und zu einer bestimmten Tageszeit passt.

Darüber hinaus profitieren Kunden, die kaufen oder verkaufen möchten, von einem schnellen, unkomplizierten Kontakt mit Maklern. Sie können einen Chatbot nutzen, ihre Kontaktinformationen online hinterlegen oder per digitaler Terminvergabe ganz einfach das nächste Treffen mit dem Makler vereinbaren.

 

Vorteil #3: Kaufinteresse durch digitale Vermarktung steigern

Die digitale Immobilienvermarktung hilft dabei, die Kaufentscheidung leichter zu gestalten. Hier sind Virtual Reality und Augmented Reality Schlüsselwörter. Bei der Virtual Reality können sich Kunden in eine digitale Umgebung wie eine Wohnung hineinversetzen, während bei der Augmented Reality digitale Inhalte in die reale Umgebung eingefügt werden, etwa per VR-Brille.

Technologien wie 3-D-Simulationen von Immobilien reduzieren den Aufwand von Hausbesichtigungen für Makler und Kunde zugleich. Sie sind eine ideale Lösung dafür, sich einen ersten Eindruck von der Immobilie zu machen. Auf diese Weise gelingt das Kaufinteresse gezielt zu lenken und bei Interesse eine erfolgreiche Besichtigung zu organisieren.

 

Vorteil #4: Verbessertes Kundenbeziehungsmanagement

Trotz aller digitalen Neuerungen in der Immobilienbranche ändert sich die Beziehung zwischen Kunde und Makler nicht. Im Gegenteil, dank der Automatisierung bestimmter Prozesse ist es möglich, mehr Zeit mit dem Kunden zu verbringen. Zudem hilft künstliche Intelligenz dabei, die Kunden mit besseren Angeboten zu versorgen, was zu erhöhter Kundenbindung und -zufriedenheit führt.

Zu guter Letzt helfen Softwares aus dem Bereich der digitalen Immobilienvermarktung in der Schweiz dabei, stets im Kontakt mit den Kunden zu bleiben. Sie erinnern an Termine und wichtige Anlässe. Somit sind die Kunden bestens betreut und können sich darauf verlassen, die volle Aufmerksamkeit ihres Maklers zu erhalten.

 

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