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Immobilien 2022: Aktuelle Trends auf dem Immobilienmarkt in Europa

Immobilientrends 2022

Zu Jahresbeginn fragen sich viele Immobilien-Interessierte, welche Trends im Jahr 2022 relevant für die Branche sein werden. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass sich der Immobilienmarkt in der Schweiz, sowie in ganz Europa, weiterhin stabil hält. Obwohl die Preise weiterhin steigen, tun sie dies bei weitem nicht mehr so rasant wie noch vor einigen Jahren. 

In diesem Beitrag lesen Sie unter anderem mehr zu den Themen nachhaltiger Bau und Änderungen durch Corona, die aktuell die Spitze der Immobilientrends besetzen. Ausserdem gehen wir auf die Entwicklung der Zinsen, tiefgreifende Änderungen in der Bürokultur und der Frage nach einer drohenden Immobilienblase sowie der allgemeinen Preisentwicklung verschiedener Immobilienarten ein. Zuletzt erhalten Sie Hilfestellungen und Anregungen für anfallende Investitionsentscheidungen. 

Weiterhin steigende Preise und hohe Nachfrage

Im Jahr 2021 hat sich der europäische Immobilienmarkt wieder erholt. Dies lag unter anderem an den Covid-19-Impfstoffen, die laut einiger Experten im Immobiliensektor, zu erneutem Vertrauen geführt haben. Nach wie vor stellt die Pandemie eine Sorge dar, aber inzwischen sind die Akteure auf dem Immobilienmarkt darin geübt, sich an Einschränkungen anzupassen. 

Für 2022 sind auf dem europäischen Immobilienmarkt positive Aussichten zu verzeichnen. Die Nachfrage nach Immobilien war auch während der Corona-Pandemie hoch. Entsprechend sind die Preise für Wohneigentum gestiegen. In der Schweiz ist Wohneigentum nach wie vor sehr begehrt. Insbesondere Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser sind hochpreisig, was zum Teil auch an einem mangelnden Angebot liegt. 

Wenn es gelingt, neue Immobilien auf den Markt zur Verfügung zu bringen, wird der aktuelle Anstieg der Immobilienpreise etwas ausgebremst werden können. Experten rechnen insbesondere im unteren Preissegment mit langsamer steigenden Preisen, ab 2023 auch für die oberen Segmente. Im mittleren Preissegment ist 2022 keine Verlangsamung zu erwarten. 

Die Mietpreise sind in der Schweiz in den letzten beiden Jahren ein wenig gesunken. Insbesondere Altbauten in Basel und Zürich standen unter Druck, während die Mieten für Neubauten tendenziell stagnierten. Mittelfristig ist von einem leichten Anstieg der Mieten auszugehen. Aber auch hier sind grosse Änderungen eher nicht zu erwarten. 

Klimawandel und Nachhaltigkeit

Eine wichtige Rolle auf dem Immobilienmarkt spielt auch im Jahr 2022 der Klimawandel und zählt damit auch in diesem Jahr zu den Immobilientrends. Der Katastrophensommer 2021 hat mit Überflutungen, Waldbränden und Hitzewellen in ganz Europa gezeigt, dass Naturkatastrophen auch hierzulande inzwischen an der Tagesordnung sind. Umso wichtiger ist es, dass Immobilien auf extreme Wetterereignisse und eine Verknappung fossiler Energieträger vorbereitet sind. 

Die Schweiz soll laut CO2-Gesetz bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Ein wichtiger Bestandteil der dafür nötigen Strategie besteht darin, die Energieeffizienz von Gebäuden deutlich zu verbessern. Entsprechend werden neue, umweltfreundliche und nachhaltige Gebäude gefördert. Aber auch die Nachrüstung von Gebäuden durch Wärmepumpen und erneuerbare Energien wie Solarpanels ist wichtig. Denn 90 Prozent der Gebäude, die in den nächsten Jahren genutzt werden, existieren bereits. 

Diese Möglichkeiten zur Anpassung bestehender Gebäude sind 2022 besonders wichtig:

  • Aufrüstung von Heizungs- und Lüftungsanlagen
  • Einsatz von Smart-Home-Technologien zur Optimierung des Energieverbrauchs
  • Installation von Dämmung
  • Absicherung gegen Naturkatastrophen

Übrigens: Im Jahr 2021 sind die Baukosten stark gestiegen. Dies liegt an einer Kombination aus Umwelt- und Pandemiefaktoren, die zu einer Verknappung wichtiger Rohstoffe geführt hat. Materialien wie Beton, Glas und Stahl werden auch im Jahr 2022 und darüber hinaus teuer bleiben, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden.

Sie wollen wissen, welche Strategie die Schweiz für die Netto-Null-Emissionen bis 2050 anstrebt? Wissenswerte Informationen rund um das Schweizer CO2-Gesetz lesen Sie hier.  

Tiefgreifende Änderungen in der Bürokultur 

Die Coronakrise hat zwar den Immobilienmarkt in Europa nicht allzu sehr ins Schleudern gebracht, aber dafür viele Trends ausgelöst, die mittel- und langfristig relevant sein werden. Denn die Lockdowns und weitere Einschränkungen haben unsere Arbeits-, Einkaufs- und Lebensgewohnheiten nachhaltig verändert und teils sprunghaft modernisiert. 

Für Immobilieninteressierte sind insbesondere die Änderungen in den Arbeitsgewohnheiten relevant, was zu einer Revolution in der Bürokultur führt. Denn während Büroimmobilien früher ein wichtiger Teil des Portfolios vieler Anleger waren, ist die Nachfrage inzwischen stark gesunken. Immer mehr Firmen setzen auf Homeoffice oder auf flexibles Arbeiten in Coworking Spaces. Entsprechend sind klassische Büroimmobilien auch 2022 keine gute Investition mehr.


Vielmehr ist es wichtig, sich auf hybride Arbeitskonzepte zu konzentrieren. Wer attraktive Coworking-Spaces wie Office LAB, Spaces oder Impact Hub sowie oder Immobilien mit integriertem Homeoffice anbietet, ist auf einem zukunftsfähigen Weg. Hier gilt es, den Markt und die weitere Entwicklung der Vorlieben von Arbeitnehmenden genau zu beobachten. 

Der Wegfall des Büros hat weitergehende Folgen: Denn wer nicht mehr zur Arbeit fährt, wohnt eventuell auch nicht mehr in der Nähe des Arbeitsplatzes. Die letzten beiden Jahre haben den Trend gezeigt, dass immer mehr Personen aufs Land ziehen oder lange Zeit am Stück in ihrer Ferienwohnung verbringen. Auch 2022 werden sich derartige Entwicklungen fortsetzen. 

Eines steht fest: Im Jahr 2022 ist es für Investoren wichtiger denn je, jedes Gebäude als eigenständiges Geschäft zu betrachten und jedem Mieter oder Käufer die passenden Dienstleistungen anzubieten. Dazu gehört die Pandemie-Widerstandsfähigkeit des Gebäudes ebenso wie der Umweltschutz. 

Die Entwicklung der Immobilienzinsen
Der Europäische Leitzins liegt auch im Jahr 2022 noch bei 0 Prozent. Dieses Niedrigzinsumfeld ist vor allem für Hauskäufer interessant, da der Immobilienkredit so zu günstigen Konditionen abgeschlossen werden kann. Entsprechend bleibt die Nachfrage trotz hoher Immobilienpreise gross. 

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone und Grossbritanniens wird im Jahr 2022 um etwa 4 bis 5 Prozent wachsen. Im Jahr 2023 wird ein Wachstum von 2 bis 3 Prozent prognostiziert. Dabei ist es jedoch wichtig, den Inflationsanstieg der letzten Monate im Blick zu behalten – denn dieser könnte dazu führen, dass die Europäische Zentralbank und die Bank of England die Zinsen steil anheben, statt sie schrittweise zu erhöhen. 

Dies ist allerdings eher wenig wahrscheinlich. Stattdessen gehen Beobachter davon aus, dass sich die Inflation ab der zweiten Jahreshälfte 2022 verlangsamt, da sich Lieferketten normalisieren werden. Zudem sollte der Anstieg der Energiepreise angesichts des Wirtschaftswachstums nicht mehr so stark ins Gewicht fallen. 

Und die immer wieder gefürchtete Immobilienblase?

Konkreten Anlass zur Sorge gibt es nicht, wie Experten der UBS kürzlich gegenüber der Handelszeitung äussern. Allerdings gibt es Ungleichgewichte, die im Blick behalten werden wollen. So ist in der Schweiz das Hypothekarvolumen mit 1074 Mrd. CHF deutlich höher als das Bruttoinlandprodukt (706 Mrd. CHF). Insbesondere in den Ballungsräumen und in Zürich sind Entwicklungen zu beobachten, die einer Immobilienblase ähneln. Jedoch handelt es sich dabei eher um regionale Fälle als um eine Immobilienblase in der ganzen Schweiz oder gar in ganz Europa. 

Hinweise für Käufer und Investoren 
Die Immobilienprognose 2022 zeigt: Immobilien sind in der Schweiz sowie in ganz Europa nach wie vor eine hervorragende Investition. Sie schützen vor Inflation und stellen eine sichere Anlage dar. Investoren sollten beachten, dass aufgrund der Pandemie und der Trendwende in Bezug auf Bürokultur und Umweltschutz die Rendite einiger Gebäude 2022 deutlich niedriger ausfallen kann als dies noch vor einigen Jahren der Fall gewesen wäre. 

Vermieter sollten besonders auf demographische und technologische Veränderungen achten. Denn indem sie hier mit der Zeit gehen und die Bedürfnisse ihrer Mieter und Mitarbeiter im Blick behalten, ist es gut möglich, 2022 und darüber hinaus höhere Renditen zu erzielen. 

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