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Das Wort „renovieren“ meint erneuern oder verschönern. Bei Renovationen handelt es sich somit um Verschönerungen von Mäkeln an der Immobilie, wie etwa ein neuer Anstrich oder ein neuer Bodenbelag. Renovationen sind, anders als Modernisierungen, werterhaltend anstatt wertvermehrend. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann welche Renovationen anstehen, was Sie dabei beachten sollten, was Sie zum Renovieren brauchen und wie viel die Renovation in etwa kostet.

 

Wann muss ich mein Haus renovieren?

Ihre Immobilie ist mit hoher Wahrscheinlichkeit einer der grössten Wertgegenstände, den Sie besitzen. Es handelt sich um langfristige Kapitalanlagen, die oft 100 Jahre oder länger vorhalten. Um den Wert der Immobilie zu erhalten oder idealerweise sogar zu erhöhen, sind regelmässige Arbeiten am Objekt nötig.

 

Bei der Renovation handelt es sich normalerweise um eine Schönheitsreparatur. Bei Neubauten und Immobilien in bestem Zustand, die ein guter Makler für Sie findet, sind in den ersten Jahren ab Bezug normalerweise kein oder nur minimale Renovationsarbeiten fällig. Dennoch sollten Sie frühzeitig Geld beiseitelegen und sich über die durchschnittliche Lebensdauer verschiedener Gebäudebestandteile informieren.

 

Elemente wie Kunststoff, Lamellen, Farbe und Gebrauchsgegenstände werden etwa alle fünf bis zehn Jahre renovierungsbedürftig. Holz, Ziegel und Metall hingegen benötigen weniger Pflege und Renovationsarbeiten. Indem Sie regelmässig eine Wartung durchführen und alle Gebäudebestandteile pflegen oder pflegen lassen, können Sie die Renovationsintervalle reduzieren.

 

Selbstverständlich ist die Frage danach, wann Sie ein Haus renovieren müssen, auch davon abhängig, wie sorgsam Sie mit dem Objekt umgehen. Bei intensiver Nutzung durch eine Familie mit Kindern sind Renovationen häufiger fällig als bei Objekten, die weniger genutzt werden. In dieser Tabelle finden Sie eine Übersicht zur durchschnittlichen Lebensdauer von Gebäudeelementen, was mit der Sanierungsplanung hilft.

 

Was ist der Unterschied zwischen Renovieren und Sanieren?

Die Modernisierung des Eigenheims ist ein wichtiger Kostenfaktor, den Sie stets im Hinterkopf behalten sollen. Eine detaillierte Auflistung möglicher Modernisierungsarbeiten, die den Wert des Objektes erhöhen können, finden Sie in unserem Beitrag zur Immobilienmodernisierung.

 

Im Bereich der Arbeiten an einer Immobilie gibt es verschiedene Begriffe, die oft miteinander vermischt werden. Bei der Renovation handelt es sich ausschliesslich um eine Verschönerung, bei der bereits bestehende Teile der Immobilie verbessert oder erneuert werden. Das Ziel besteht darin, den Wert der Immobilie zu erhalten.

 

Bei Sanierungen handelt es sich um die Reparation von grösseren Mängeln, wodurch sich der Wert des Objektes wiederherstellen lässt. Diese Massnahmen sind typischerweise recht teuer und aufwendig. Beispielsweise handelt es sich bei der Entfernung von Schimmel oder beim Austausch des Dachs um eine Sanierung.

 

Darüber hinaus gibt es die Immobilienmodernisierung. Eine Modernisierung liegt nur dann vor, wenn der Wert des Objektes durch die Massnahmen erhöht wird. Häufig handelt es sich um den Austausch von Heizkesseln, die Dämmung von Dach und Wänden oder das Einsetzen neuer Fenster. Fast immer hat die Modernisierung das Ziel, langfristig die Kosten für Energie und warmes Wasser zu senken.

 

Was sollte ich beim Renovieren beachten?

Viele Hausbesitzer neigen dazu, die Kosten für eine Renovation zu unterschätzen. Denn sowohl die Qualität der Materialien als auch der technische Grad der Arbeiten hat einen wichtigen Einfluss auf die Kosten. Wenn Sie sich von einem Architekten unterstützen lassen, kommen weitere Kosten hinzu.

 

Grundsätzlich ist es sinnvoll, kleinere Renovationsarbeiten wie den Austausch eines Wasserhahns oder den Neuanstrich von Wänden selbst durchzuführen. So sparen Sie Kosten. Falls Sie jedoch keinerlei handwerkliche Erfahrung haben, können Sie all diese Arbeiten an Experten abgeben – gern helfen wir Ihnen dabei, einen passenden Anbieter zu finden!

 

Gehen Sie bei der Renovation am besten nach diesen Schritten vor:

  • Budget bestimmen
  • Offerten bei Handwerkern und/oder Architekten einholen
  • Informationen zu Fördermitteln beim Kanton einholen
  • Auftrag vergeben

 

Tipp: Informieren Sie sich bei Altbauten auch über den Denkmalschutz. Nicht immer ist es möglich, ohne Weiteres die Fassade zu streichen oder den Bodenbelag auszutauschen. Auf der anderen Seite erhalten Sie für denkmalgeschützte Immobilien oft besondere finanzielle Unterstützung. Ihr Kanton hilft weiter.

 

Was brauche ich zum Renovieren?

Falls Sie sich dafür entscheiden, die nötigen Renovationsarbeiten selbst durchzuführen, benötigen Sie verschiedene Materialien. Lassen Sie sich von einer erfahrenen Person beraten oder nutzen Sie DIY-Videos aus dem Internet, um sich gut vorzubereiten. Online finden Sie auf zahlreichen Blogs und Websites Materiallisten und ausführliche Anleitungen.

 

Die folgenden Materialien gehören in Ihre Heimwerkstatt:

  • Hammer und Nägel
  • Bohrmaschine, Dübel und Schrauben
  • Schraubendreher und Schraubenzieher in verschiedenen Grössen
  • Inbusschlüssel in verschiedenen Grössen
  • Fuchsschwanz
  • Säge
  • Seitenschneider
  • Schlüsselzange und Kombizange
  • Stahlbandmass und Wasserwaage
  • Cuttermesser und Taschenmesser
  • Pinsel und Farbroller
  • Wandfarbe
  • Kleber

Wichtig ist darüber hinaus, dass Sie sich Zeit zum Renovieren nehmen und viel Geduld mitbringen. Sobald Sie merken, dass Sie allein überfordert sind, sollten Sie sich Hilfe holen. Denn anderenfalls besteht das Risiko für teure Folgeschäden.

 

Wie viel kostet es, ein Haus zu sanieren?

Die Kosten für den Hausrenovation hängen unter anderem vom Umfang und vom Aufwand ab. In einem ersten Schritt sollten Sie eine Bestandsaufnahme machen. Verschaffen Sie sich einen Überblick darüber, was renoviert werden soll und wann die Renovation fällig ist.

 

Tipp: Denken Sie daran, die geplanten Arbeiten mit den örtlichen Bauvorschriften abzustimmen, da manche Projekte genehmigungspflichtig sind.

 

Die Offerten verschiedener Anbieter helfen Ihnen dabei, die Preise zu vergleichen und so das beste Angebot zu finden. Renovationen sind meist deutlich günstiger als Sanierungs- oder Modernisierungsarbeiten. Dennoch ist es sinnvoll, Anhaltspunkte zu haben. Die folgenden Preisbeispiele geben eine erste Übersicht:

  • Neue Küche: bis zu CHF 50’000.-
  • Neues Bad: bis zu CHF 40’000.-
  • Dämmung: bis zu CHF 70’000.-
  • Neue Fenster: bis zu CHF 25’000.-

 

Die höchsten Kosten bei der Renovation sind normalerweise die Lohnkosten. Wenn Sie diese durch Eigenleistung sparen können, ist das der Bestfall. Verzichten Sie jedoch darauf, an den Materialien zu sparen und investieren Sie hier lieber in gute Qualität. Achten Sie zudem darauf, dass meist noch Liefer- und Entsorgungskosten hinzukommen.

 

Tipp: Planen Sie jährliche Rückstellungen in Höhe von 1% bis 1,5% des Gebäudeneuwerts ein, um stets das Geld für anfallende Renovationsarbeiten zu haben.

 

Wie kann ich die Renovation finanzieren?

Grundsätzlich sind Sie als Besitzer einer Liegenschaft selbst für die Finanzierung von Renovationen, Sanierungen und Modernisierungen zuständig. Neben Ihren Ersparnissen haben Sie die Möglichkeit, mithilfe eines Kredits wie etwa einer variablen Hypothek, einer Festhypothek oder einer Libor-Hypothek die Kosten für die Renovation zu stemmen. Auch hier gilt, dass Sie die Offerten verschiedener Banken einholen und vergleichen sollten.

 

Darüber hinaus gibt es in der Schweiz viele verschiedene Förderprogramme für die Renovation von Immobilien. Besonders gut stehen Ihre Chancen auf finanzielle Unterstützung dann, wenn Ihre Sanierungsmassnahmen die energetische Bilanz der Immobilie verbessern. Beim Netzwerk für Nachhaltiges Bauen Schweiz erhalten Sie dazu ausführliche Informationen.

 

Aber auch Massnahmen wie die Renovation denkmalgeschützter Gebäude oder der Umbau für das altersgerechte bzw. barrierefreie Wohnen werden normalerweise gefördert. Lassen Sie sich daher gut beraten, bevor Sie mit den Arbeiten beginnen. Denn Sie müssen normalerweise erst den Antrag stellen, bevor der Startschuss für die Renovation fallen darf.

 

Kann ich die Renovationsausgaben von der Steuer absetzen?

Viele Hausbesitzer fragen sich, ob sie Renovationskosten von der Steuer absetzen können. Ausschlaggebend ist hier die Art der baulichen Massnahme: Werterhaltende Massnahmen gehören zum Liegenschaftsunterhalt und sind somit vom Einkommen abziehbar. Wertvermehrende Massnahmen hingegen lassen sich nicht von der Steuer absetzen.

 

Die folgenden Renovationen zählen als werterhaltend und sind somit von der Steuer absetzbar:

  • Modernisierung des Badezimmers
  • Ersatz der Einbruchsicherung
  • Sanierung der Fassade
  • Ersatz der Fenster
  • Ersatz des Heizungssystems
  • Modernisierung der Küche

 

Zudem empfehlen wir Ihnen, alle Fragen rund um die Kernsanierungskosten und deren Auswirkungen auf die Steuern mit Ihrem Steuerberater abzusprechen. Weitere Informationen finden Sie im zuständigen kantonalen Steuergesetz. Die Steuerverwaltung Ihrer Wohngemeinde kann normalerweise ebenfalls helfen und noch dazu wichtige Angaben zu den Vorschriften rund um den Hausumbau machen.

 

 

Sie haben weitere Fragen rund um die Renovation? Gern helfen wir Ihnen im Rahmen einer kostenlosen Online-Videoberatung weiter!

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