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Wenn Sie Ihre Liegenschaft verkaufen möchten, können Sie entweder selbst verkaufen oder die Hilfe eines Immobilienmaklers in Anspruch nehmen. Die Mehrheit der Verkäufer entscheidet sich für die Unterstützung durch einen Profi. Aber etwa ein Drittel der Immobilienbesitzer versucht es zunächst auf eigene Faust. Davon schwenken viele um und verlassen sich doch lieber auf einen Makler, denn der Verkaufsprozess ist recht kompliziert.

 

In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Aufgaben bei einem Hausverkauf anstehen, wie Sie eine Immobilie schnell verkaufen können und welche anderen Dinge beim Verkauf wichtig sind. Mit diesem Wissen sowie unserer Liste an Vor- und Nachteilen können Sie entscheiden, ob Sie Ihr Haus mit oder ohne Makler verkaufen möchten.

 

Welche Aufgaben fallen beim Hausverkauf an?

Für Immobilienbesitzer, die sich für den Hausverkauf in Eigenregie entscheiden, ist es oft eine Überraschung, wie viele Aufgaben beim Hausverkauf anfallen. Sollten Sie den Verkauf mit einem Makler durchführen, profitieren Sie davon, dass der Makler einen Grossteil dieser Aufgaben für Sie übernimmt.

 

Die folgenden Schritte sind für den Hausverkauf essenziell:

  • Zielgruppe für das Objekt ermitteln: Analysieren Sie zunächst die Vor- und Nachteile an Ihrer Liegenschaft. Dies ist für die Präsentation wichtig. Zudem erfahren Sie so, welche Zielgruppe am ehesten Interesse hätte.
  • Preis festlegen: Als Nächstes geht es an die Preisgestaltung der Immobilie. Dies ist eine hohe Kunst, die unter anderem eine gründliche Marktkenntnis erfordert. Informieren Sie sich gut über aktuelle Preise von vergleichbaren Immobilien und lassen Sie den Wert des Objektes von einem Experten einschätzen – gern übernehmen wir dies für Sie!
  • Exposé erstellen: Für die Präsentation des Objekts ist der Verkaufszeitpunkt sehr wichtig. Je nach Art und Ausstattung Ihrer Immobilie kommen bestimmte Jahreszeiten infrage. Besonders beliebt sind Frühjahr und Sommer, denn dann können Sie schöne Fotos aufnehmen und vom Tageslicht profitieren. Oft lohnt es sich, an diesem Zeitpunkt schon einige Renovationen durchzuführen, die letztendlich zu einem höheren Verkaufspreis führen.
  • Besichtigungen organisieren: Das Exposé sollten Sie auf verschiedenen Plattformen inserieren. Dann geht es daran, die ersten Anfragen zu sichten und Besichtigungstermine zu vereinbaren. Mithilfe von Home Staging Services lässt sich die Immobilie besonders attraktiv darstellen.
  • Kaufpreis verhandeln: Verhandeln Sie mit den Interessenten nun über den Preis. Üblicherweise liegt der ausgeschriebene Immobilienpreis etwa 10% über dem Preis, den Sie mindestens erreichen möchten. Achten Sie darauf, sich nicht allzu sehr von Ihren Emotionen leiten zu lassen.
  • Unterlagen zusammenstellen: Spätestens beim Notartermin sollten Sie alle nötigen Dokumente wie etwa einen gültigen Energieausweis und einen Grundbuchauszug vorlegen.
  • Kaufvertrag aufsetzen: Mithilfe des Notars oder eines Maklers geht es nun daran, den Kaufvertrag zu finalisieren. Am besten bitten Sie einen Anwalt um Unterstützung, denn so gehen Sie sicher, dass der Vertrag keine Fallstricke enthält.
  • Übergabe planen: Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist und Sie den Kaufpreis erhalten haben, können Sie das Objekt übergeben. Was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie in diesem Beitrag.

 

Wie viel kostet der Hausverkauf?

Neben den genannten Vorbereitungsarbeiten sollten Sie genau ermitteln, welche Kosten beim Hausverkauf auf Sie zukommen. Dies sind unter anderem Posten wie die Maklerprovision und Ausgaben für Renovationen. Aber auch die Rückzahlung einer Hypothek sowie die anfallenden Steuern sind wichtige Elemente.

 

Unser Tipp: Lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater dabei unterstützen, den Hausverkauf finanziell zu planen.

 

Wie kann ich mein Haus schnell verkaufen?

Für einen schnellen Hausverkauf ist eine gute Planung essenziell. Indem Sie rechtzeitig alle Unterlagen vorbereiten, können Sie bereits viel Zeit sparen. Auch eine frühzeitige Preisgestaltung ist hilfreich. Grundsätzlich geht der Hausverkauf mit einem Makler schneller als der Hausverkauf auf eigene Faust.

 

Planen Sie für den Hausverkauf mehrere Monate ein. Nur Immobilien in bester Lage und mit hoher Nachfrage verkaufen sich schneller. Dennoch ist es wichtig, sich Zeit zu lassen und alle Unterlagen gründlich zu überprüfen, bevor Sie den Hausverkauf finalisieren.

 

Was muss man beim Hausverkauf alles abmelden?

Grundsätzlich müssen Sie beim Hausverkauf die vorhandenen Services wie Wasser, Gas und Strom nicht abmelden. Halten Sie individuell mit dem Käufer Rücksprache, denn eventuell übernimmt er diese Services nahtlos. Falls er dies nicht möchte, ist es Ihre Verantwortung als Verkäufer, die Services zu kündigen.

 

Teilen Sie den Eigentumswechsel auf jeden Fall bei allen wichtigen Anbietern mit. Dabei geht es unter anderem um diese Services:

  • Wasser
  • Strom
  • Gas
  • Gebäudeversicherung

 

Darüber hinaus sollten Sie Ihre Mieter informieren, falls vorhanden. Mehr darüber, was der Besitzerwechsel für das Mietverhältnis bedeutet, erfahren Sie hier.

 

Wie verkaufe ich ein Haus ohne Makler?

Der Hausverkauf ohne Makler ist zwar viel Aufwand, bringt aber auch einige Vorteile. Die folgenden Gründe sprechen dafür, die Immobilie auf eigene Faust auf den Markt zu bringen:

  • Sie vermeiden die Zahlung von Maklerprovision, die durchschnittlich bei 2 bis 3 Prozent des Kaufpreises liegt.
  • Sie können den Verkaufspreis selbst festlegen, wobei die Hilfe eines professionellen Schätzers sehr hilfreich ist.
  • Sie haben die volle Kontrolle über den Zeitplan für beispielsweise Besichtigungen, ohne dabei auf den Kalender eines Maklers Rücksicht nehmen zu müssen.
  • Sie haben auch bei der Vermarktung freie Hand, was gerade auf Online-Plattformen sehr unkompliziert ist. So sind Sie in der Lage, Ihr Immobilieninserat genau nach Ihrem Geschmack zu gestalten.
  • Sie treten als Nachbarschaftsexperte auf, denn Sie haben Erfahrung vor Ort und können den Interessenten somit anhand persönlicher Argumente überzeugen.

 

Beachten Sie jedoch auch, dass der Verkauf ohne Makler sehr viel Aufwand und Zeit erfordert. Sie sollten sich nur dann dafür entscheiden, wenn Sie bereits Erfahrung in dem Bereich haben. Auch gründliche Kenntnisse des Immobilienmarktes sind ausschlaggebend.

 

Für Privatverkäufer besteht zudem die Gefahr einer emotionalen Bindung, die den Verkaufsprozess beeinflussen kann. Objektivität und die Akzeptanz von Käufer-Feedback sind hier gerade beim Verkauf von Familienheimen grosse Herausforderungen. Um die Verhandlungen rational zu gestalten, sollten Sie schon früh wissen, wie Ihr Endpreis aussieht und welche Zugeständnisse denkbar sind.

 

Welche Vorteile bringt ein Verkauf mit einem Makler?

Auf der anderen Seite sollten Sie sich damit beschäftigen, welche Vorteile der Verkauf mit einem Makler bringt. Tun Sie dies am besten möglichst früh im Verkaufsprozess, um bei einer Entscheidung für die professionelle Unterstützung von Anfang an begleitet werden zu können.

 

Die folgenden Vorteile hat der Verkauf von Immobilien mit einem Makler:

  • Makler können einen fairen Marktwert und gemeinsam mit Ihnen eine fundierte Preisstrategie ermitteln, sodass für Sie der bestmöglichen Verkaufspreis erzielt werden kann.
  • Makler kennen den Markt und die Nachbarschaft, sodass sie den idealen Verkaufszeitpunkt finden und Ihr Objekt im besten Licht darstellen können. 
  • Makler sind objektiv und lassen sich nicht von Emotionen leiten. Daher sind sie besonders gut in der Lage, die Verkaufsgespräche durchzuführen. 
  • Makler übernehmen für Sie die Erstellung des Exposés, wozu auch professionelle Fotos gehören. Zudem können Makler nötige Unterlagen für Sie einholen, was oft viel Zeit spart.
  • Makler organisieren die Besichtigungen und können diese auch für Sie durchführen, sodass Sie weniger Aufwand haben.
  • Makler kennen gute Notare und beraten Sie auch zum Kaufvertrag.

 

Denken Sie jedoch daran, dass bei der Zusammenarbeit mit einem Immobilienmakler eine Provision anfällt. Zudem sind Sie normalerweise nicht der einzige Kunde des Maklers, sodass es wichtig ist, Kommunikationspräferenzen festzulegen.

 

Wie erkenne ich einen guten Makler?

Ein guter Makler ist ein Dienstleister, der für Sie alle Aufgaben von der ersten Beratung über Vermarktung und Verkauf bis hin zur Schlüsselübergabe übernimmt. So nimmt er Ihnen sehr viel Arbeit ab und kann Sie zudem umfangreich beraten. Properti begleitet Sie als Full-Service Immobilien-Spezialisten sogar bis zum Notariatstermin. Erfahren Sie hier mehr zu unseren Dienstleistungen.

 

Einen guten Makler erkennen Sie an diesen Punkten:

  • Er hat Referenzkunden, die sich positiv äussern.
  • Er hat viel Erfahrung, eine passende Ausbildung und arbeitet lediglich auf Erfolgsbasis.
  • Er verlangt nur die Provision, aber keine weiteren Kosten.
  • Er kommuniziert transparent und offen.
  • Er erzielt einen guten Preis, ohne Ihnen unrealistische Versprechungen zu machen.
  • Er ist vertrauenswürdig und erweckt ein gutes Bauchgefühl bei Ihnen.

 

In unserem Maklervergleich finden Sie weitere 7 Tipps, wie Sie einen guten Makler erkennen können. 

 

Wie Sie sehen, ist der Hausverkauf ohne Makler nur in wenigen Fällen zu empfehlen. Gleichzeitig ist es nicht möglich, einen Makler ohne Provision zu erhalten. Dennoch lohnt sich der Makler, der mit seinen zahlreichen Hausverkauf-Tipps beste Ergebnisse erzielt, für fast jeden Verkäufer.

Sie möchten sich weiter dazu beraten lassen, welche Vorteile Sie am Verkauf mit Makler haben? Vereinbaren Sie jetzt ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch mit uns!

Vielen Dank für Ihr Interesse - wir melden uns in Kürze bei Ihnen!