Vermieter-Mieter-Kommunikation

In Schweizer Haushalten leben mehr Mieter als Eigentümer. Dabei gestaltet sich die Beziehung zwischen Mietern und Vermietern nicht immer ganz unkompliziert. Meist hapert das an der Kommunikation. Während viele Mieter das Gefühl haben, den Vermieter nicht ausreichend schnell erreichen zu können, sind Vermieter häufig von den zahlreichen Anfragen ihrer Mieter überwältigt. Aber was kann helfen?

Eine gute Lösung für eine derartige Beziehungskrise besteht darin, einen professionellen Immobilienverwalter einzusetzen. Im folgenden Beitrag lesen Sie mehr über die verschiedenen Kommunikationsprobleme aus der Sicht von Mietern und Vermietern. Wir geben Ihnen Tipps für die «erste Hilfe» und gehen darauf ein, warum ein professioneller Verwalter für beide Seiten die beste Lösung darstellen kann.

Die Kommunikation – Probleme zwischen Mietern und Vermietern

Wussten Sie, dass zahlreiche Mieter und Vermieter in der Schweiz sich nicht persönlich kennen? Manchmal sind Immobilienbesitzer und Investoren sogar hinter Firmen verborgen. So wissen Mieter oft nicht, wen sie im Zweifelsfall ansprechen sollen. Gerade bei Schäden in der Wohnung muss die Kontakt aufnahme jedoch schnell gehen.

Sowohl Vermieter als auch Mieter haben wichtige Pflichten. Für Vermieter gehört dazu die Pflicht, dem Mieter für wichtige Anliegen zur Verfügung zu stehen. Auch, wenn es zwischen den Mietern Konflikte gibt, sollte der Hausbesitzer helfen. Dies ist jedoch nicht immer der Fall und es kommt zu einer Beziehungskrise zwischen Vermietern und Mietern, die das Mietverhältnis in eine stressvolle Zeit verwandelt.

Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass ein gutes Verhältnis immer in beiderseitigem Interesse ist. Bei einer intakten Kommunikation können sich Vermieter auf zuverlässige und langfristige Mieter freuen, während Mieter wissen, dass sie in guten Händen sind. Kommunikationsprobleme sollten daher so früh wie möglich gelöst werden.

Mediation als Ansatzpunkt

Ein Streitfall zwischen Vermieter und Mieter lässt sich meistens aussergerichtlich lösen. Vor allem dann, wenn der Konflikt aus Kommunikationsproblemen entsprungen ist, kann schon eine transparente Aussprache helfen. 

In der Schweiz gibt es in jedem Kanton zuständige Schlichtungsstellen. Diese Behörden arbeiten mit dem Verfahren der Mediation. Hier werden beide Seiten angehört und gemeinsam in den Dialog geführt. Dies hilft in den meisten Fällen dabei, eine Lösung für das Problem zu finden und langfristig bessere Kommunikationsmodelle einzuführen. 

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Zudem können sich sowohl Mieter als auch Vermieter von einem zuständigen Schweizer Verbund unterstützen lassen. Hier gibt es zahlreiche Angebote, sich von Gleichgesinnten beraten zu lassen. Die Unterstützung durch einen Anwalt sowie der Gang vor Gericht sollten erst als letzte Instanz zum Einsatz kommen. Doch warum entstehen eigentlich Kommunikationsprobleme zwischen Mietern und Vermietern? 

Probleme der Mieter

Mieter haben in der Schweiz grundsätzlich eine starke Position. Das Gesetz ist auf ihrer Seite und schützt sie vor “Übergriffen” und unfairen Prozessen. Dennoch gibt es einige Situationen, bei denen eine unzureichende Kommunikation das Verhältnis mit dem Vermieter schwierig gestalten kann. 

Die folgenden Kommunikationsprobleme führen aus Sicht von Mietern zu einer Beziehungskrise mit dem Vermieter: 

  • Intransparenz: Wenn der Vermieter nicht erreichbar ist, keine klaren Angaben macht und im Notfall nicht hilft, ist dies für Mieter ein grosses Problem.
  • Kündigung: Eine Kündigung durch den Vermieter ist nur in wenigen Fällen erlaubt. Selbst, wenn die Kündigung nicht akzeptabel ist, kann der Vermieter Ihnen mit seinen Versuchen das Leben schwer machen.  
  • Mieterhöhung: Auch für Mieterhöhungen müssen gute Gründe vorliegen. Eine Erhöhung ohne Angabe von Gründen führt oft zu Intransparenz und einer leidigen Korrespondenz.
  • Rückgabe der Kaution: Nur unter bestimmten Bedingungen dürfen Vermieter am Ende des Mietverhältnisses die Kaution einbehalten. Dies ist Vermietern nicht immer bekannt, weshalb Sie der Sicherheitszahlung manchmal hinterherlaufen müssen.
  • Wohnungsschäden: Mängel an der Wohnung müssen in den meisten Fällen vom Vermieter behoben werden. Da jedoch viele Vermieter versuchen, die Mieter dafür zur Kasse zu bitten, kann es hier zu Konflikten kommen. Denken Sie daran, stets Beweisfotos zu machen und das Übergabeprotokoll detailliert zu halten. 

All diese möglichen Konfliktpunkte lassen sich recht gut lösen, wenn Sie ein freundliches Verhältnis zum Vermieter haben und mit einer offenen und ehrlichen Kommunikation auf diesen zugehen. Wer jedoch seinen Vermieter gar nicht kennt oder vor einer anonymen Firma steht, wird sich damit schwer tun. Achten Sie als Mieter daher gut darauf, Ihre Ansprechperson und deren Verfügbarkeit von Anfang an zu klären und ebenfalls zu pflegen.

Streit zwischen Mietern 

Nicht nur mit dem Vermieter, sondern auch mit anderen Mietern kann es zum Streit kommen. Leider gibt es immer wieder Nachbarn, die Lärm verursachen, laute Streitgespräche im Hof führen, nachts laute Musik spielen, die Türen schlagen, direkt vor dem Fenster rauchen, ständig auf dem Balkon grillen, den Müll falsch entsorgen oder gar kriminellen Tätigkeiten nachgehen. 

Auch das Treppenhaus ist ein häufiger Konfliktpunkt zwischen Mietern. Was dort alles abgestellt werden darf und viel wichtiger, was nicht, lesen Sie in diesem Beitrag rund um die Hausordnung im Treppenhaus

Grundsätzlich ist der Vermieter dafür zuständig, die Nachbarn dazu zu bringen, die Hausordnung einzuhalten. Dies ist nicht immer möglich und manche Vermieter entziehen sich dieser unangenehmen Pflicht auch mal gerne. Dies stellt wiederum die Mieter vor eine schwierige Situation: denn das freundliche Gespräch mit dem Nachbarn als erster Schritt ist zwar empfehlenswert, hilft aber nicht immer weiter. 

Probleme der Vermieter

Auch Vermieter haben es nicht immer leicht. Insbesondere für Vermieter-Neulinge ist das Vermieten von Liegenschaften ein überwältigender Job, der fast immer mehr Zeit in Anspruch nimmt als gedacht. Hinzu kommen ständige Anfragen der Mieter, auf die Sie vielleicht nicht immer eine Antwort haben. Dennoch sind Sie als Vermieter der erste Ansprechpartner, der noch dazu mit den folgenden möglichen Konflikten umgehen muss: 

  • Mietrückstand: Wenn der Mieter nicht zahlt, verlieren Sie direkt Ihr Einkommen. Gehen Sie einem Zahlungsrückstand daher sofort nach und informieren Sie sich darüber, warum der Mieter nicht zahlt oder die Miete gesenkt hat. 
  • Schäden an der Wohnung: Bei Mängeln oder Schäden an der Mietwohnung müssen Sie meist einspringen. Häufig kommt es dann zum Streit, wenn unklar ist, ob der Mieter für den Mangel verantwortlich ist oder nicht. 
  • Streit wegen Haustierhaltung: Manche Mieter halten Haustiere, obwohl dies nicht erlaubt ist. Vor allem bei grossen, lauten oder geruchsintensiven Tieren kommt es schnell zum Konflikt. 
  • Untervermietung: Mieter dürfen die Wohnung nur dann untervermieten, wenn Sie dies ausdrücklich erlaubt haben. Anderenfalls ist die Untervermietung einer der wenigen Gründe für die fristlose Kündigung. 
  • Betriebskostenabrechnung: Besonders häufig führen die Nebenkosten zu Konflikten zwischen Vermietern und Mietern. Informieren Sie sich als Vermieter daher gut über Ihre Pflichten und Ihre Rechte, was die Abrechnung angeht. 

Erste Hilfe bei Beziehungskrisen zwischen Vermietern und Mietern

Sowohl für Vermieter als auch für Mieter gibt es einige Tipps, die im Sinne der «ersten Hilfe» den Konflikt rasch lösen können. Dazu gehört zunächst einmal, nicht aus der Emotion heraus zu handeln. Regen Sie sich zunächst ab, bevor Sie den Kontakt suchen. So gelingt es, sachlich und gut überlegt zu argumentieren. 

Dennoch ist es wichtig, möglichst schnell zu handeln. Dies gilt insbesondere für akute Störungen oder drängende Mängel und Defekte. Beide Seiten sollten die Kommunikation und den Mangel gut dokumentieren, um sich abzusichern. Ein neutraler Zeuge kann dabei helfen, einen Konflikt zu vermeiden. 

Kommunizieren Sie, wo immer möglich, schriftlich, um eine Papierspur zu hinterlassen. So sichern Sie sich gegen eventuelle spätere Beschwerden ab und können sich auf die Abmachungen berufen. Schon beim Mietvertrag ist dies wichtig. Neben dem klärenden Gespräch hilft auch die Unterstützung durch den Mieterinnen- und Mietverband oder den Hauseigentümerverband bei der Schlichtung. Darüber hinaus sind die genannten Schlichtungsbehörden sowie Rechtsanwälte und andere Mediatoren hilfreich. 

Die langfristige Lösung: Eine professionelle Immobilienverwaltung einschalten

Damit es gar nicht erst zur Beziehungskrise zwischen Vermieter und Mieter kommt, ist es sinnvoll, von Anfang an eine professionelle Immobilienverwaltung einzuschalten. Diese erlaubt es dem Vermieter, sich anderen Dingen zu widmen und nicht immer verfügbar sein zu müssen. Die Mieter erhalten einen Ansprechpartner, der sich mit allen Themen rund um das Mietverhältnis auskennt und der immer ein offenes Ohr hat. 

Die folgenden Vor- und Nachteile ergeben sich aus der Zusammenarbeit mit einem professionellen Immobilienverwalter: 

Vorteile eines Immobilienverwalters:

  • Entlastung des Eigentümers
  • Erfahrung mit allen Themen rund um das Mietverhältnis
  • Direkter Ansprechpartner für die Mieter
  • Zuständigkeit für anfallende Instandhaltungen und Reparaturen
  • Übersicht über alle Finanzen
  • Mieter und Vermieter sind zufriedener

Nachteile eines Immobilienverwalters:

  • Verwaltungen sind nicht immer transparent, was Aufwand und Kosten angeht
  • Zeitaufwand für die Suche nach einem guten Verwalter

Eine gute Verwaltung sollte sich in Ihrer Region auskennen, ein faires finanzielles Angebot für die Immobilienbewirtschaftung machen und gute Bewertungen aufweisen. Lassen Sie sich als Vermieter Zeit damit, eine passende Agentur zu finden. Deren oberstes Ziel sollte darin bestehen, sowohl den Mieter als auch den Vermieter zufriedenzustellen. Beobachten Sie in einem ausführlichen Vorgespräch, ob der Anbieter genau darauf Wert legt und zudem eine gute Kommunikation demonstriert. 

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