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Wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung mieten möchten, sollten Sie das Objekt vorher ausführlich besichtigen. Nur so stellen Sie sicher, dass es Ihren Vorstellungen entspricht und dass Ihr Bauchgefühl stimmt. In diesem Beitrag erhalten Sie wichtige Hinweise für die Besichtigung sowie eine Checkliste.

 

Übrigens: Hinweise für den Immobilienkauf, bei dem sich die Besichtigung noch ausführlicher gestalten sollte, finden Sie hier.    

 

Gut informiert in die Wohnungs- oder Hausbesichtigung

Bevor Sie die Besichtigung verabreden, sollten Sie möglichst detaillierte Informationen zu Ihrem Wunschobjekt einholen. Neben den Angaben aus dem Exposé können Sie inzwischen häufig auch eine virtuelle Besichtigung durchführen, um sich einen guten ersten Eindruck zu verschaffen.

 

Wenn Sie gut vorbereitet in die Besichtigung gehen, ist der Termin umso einfacher. Sie können die Wohnung oder das Haus entspannt auf sich wirken lassen und gezielte Rückfragen stellen. Bereiten Sie sich ausserdem auf Rückfragen zu Ihren Vorzügen als Mieter vor, um einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen.

 

Persönliche Prioritäten kennen

Nutzen Sie die Vorbereitungszeit auch dafür, Ihre eigenen Prioritäten festzustellen. Diese können Sie schriftlich festhalten und daraus bei Bedarf auch einen Fragenkatalog für die Besichtigung erstellen. So behalten Sie Ihre Wünsche stets im Auge und laufen keine Gefahr, sich von einer Immobilie beeindrucken zu lassen, ohne dass diese Ihren Prioritäten entspricht.

 

Typische Anliegen von Mietern sind zum Beispiel:

  • Ausreichend Stauraum
  • Parkplatz oder Stellplatz
  • Garten
  • Zweites Badezimmer

 

Einen guten Eindruck hinterlassen

Durch eine gründliche Vorbereitung sowie einen Fragenkatalog können Sie einen guten Eindruck erwecken. Zwar ist die Wohnungsbesichtigung nicht so formell wie ein Bewerbungsgespräch, aber Sie sollen sich ähnlich darauf einstellen. Zum Beispiel ist es wichtig, dass Sie darlegen können, warum sich der Vermieter für Sie und nicht für eventuelle Mitbewerber entscheiden sollte.

 

Beachten Sie, dass der Vermieter auch persönliche Fragen zu Themen wie Ihrem Alter, Ihrer aktuellen Adresse, geplanten Wohnpartnern und Ihrem Arbeitsverhältnis stellen kann. Auch nach dem Einkommen darf er fragen. Indem Sie schon bei der Besichtigung relevante Dokumente wie Ihre letzten Lohnbescheinigungen und eine Empfehlung des Vormieters mitbringen, hinterlassen Sie den gewünschten Eindruck.

 

Übrigens: Nach Ihrer Sexualität, Ihrer Religion, der Hautfarbe des Wohnpartners, der Nationalität, eventuellen Krankheiten und Schwangerschaften darf der Vermieter nicht fragen. Diese Themen sind privat. Sollte er dennoch fragen, haben Sie laut Gesetz das Recht, zu lügen.

 

Einzelbesichtigung statt Massenbesichtigung

Vor allem bei beliebten Wohnobjekten gibt es oft Massen- oder Gruppenbesichtigungen. Bemühen Sie sich, diese Termine zu vermeiden. Denn bei einem Einzeltermin haben Sie viel bessere Chancen, die Mietwohnung in Ruhe zu inspizieren. Zudem können Sie den Vermieter oder Eigentümer leichter von Ihren Vorzügen als potenzieller neuer Mieter überzeugen. Falls sich eine Gruppenbesichtigung nicht vermeiden lässt, können Sie im Gespräch mit dem Vermieter oder Makler dennoch ihre Vorzüge auflisten.

 

Bedenken Sie, dass die Entscheidung für einen Mieter oft auf Grundlage von Sympathie und Antipathie getroffen wird. Zeigen Sie sich daher von Ihrer besten Seite, machen Sie einen guten Eindruck und legen Sie dar, dass und warum Sie ein angenehmer Mieter sind. Informieren Sie sich nach Möglichkeit darüber, welche Angaben der Vermieter in der späteren Mieterselbstauskunft verlangen wird. So können Sie schon bei der Besichtigung entsprechende Informationen vermitteln.

 

Übrigens: Auch Flexibilität bei der Terminvereinbarung für die Besichtigung ist von Vorteil. Bemühen Sie sich, einen Termin unter der Woche zu erhalten, um die Wohnung nach Möglichkeit allein zu besichtigen.

Wohnung gemeinsam besichtigen

Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Partner, mit Freunden oder mit der Familie eine Wohnung mieten möchten, sollten Sie den Besichtigungstermin nach Möglichkeit auch gemeinsam wahrnehmen. So können sich alle Beteiligten einen Eindruck von dem Objekt verschaffen. Zudem sehen vier Augen mehr als zwei Augen. Oft ist es hilfreich, wenn der Vermieter sich einen guten Eindruck aller Mieter machen kann.

 

Nehmen Sie sich Zeit und überlegen Sie gemeinsam, wie Sie die Räume aufteilen würden und welche Prioritäten alle Mieter haben. Die Besichtigung ist der geeignete Zeitpunkt, um Luftschlösser zu bauen und zum Beispiel schon ein wenig von der Einrichtung zu träumen. Denken Sie auch an Ihre vierbeinigen Mitbewohner und fragen Sie gegebenenfalls nach, ob diese ebenfalls mit einziehen dürfen.

 

Wohnung tagsüber besichtigen

Um einen möglichst realistischen Eindruck der Mietwohnung zu erhalten, sollten Sie einen Termin tagsüber wählen. Vermeiden Sie die Dämmerung, denn nur bei Tageslicht können Sie feststellen, wie das Licht einfällt und wie der Lärmpegel tagsüber ist. Testen Sie, wie hoch die Lärmbelastung mit offenem und mit geschlossenem Fenster ist. So finden Sie zum Beispiel heraus, welches Zimmer als Schlafzimmer oder Kinderzimmer dienen könnte.

 

In einigen Fällen haben Sie auch die Möglichkeit, die Immobilie ein zweites Mal zu besichtigen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn Sie das Objekt kaufen möchten. Bei der Vermietung ist eine Besichtigung üblich. Falls es zu einer zweiten Besichtigung kommt, können Sie einen Termin am Tagesrand wählen, um die Wohnung oder das Haus auch am Abend und am Morgen kennenzulernen, bevor Sie sich endgültig entscheiden.

 

Wichtige Fragen für die Besichtigung

Während der Wohnungsbesichtigung sollten Sie in Ruhe Ihre persönlichen Prioritäten überprüfen und auch einige andere wichtige Fragen stellen. Nutzen Sie dafür unsere Checkliste!

 

Diese Fragen empfehlen wir Ihnen für die Besichtigung:

  • Ist die Wohnung gut geschnitten?
  • Habe ich ausreichend Platz für meine Möbel?
  • Wie funktioniert die Heizung der Wohnung?
  • Wie hoch sind die Nebenkosten?
  • Sind Fenster und Türen gut isoliert?
  • Wo befinden sich Wasseranschlüsse, Steckdosen und Lichtschalter?
  • Gibt es bereits einen Anschluss für Telefon, Kabelfernsehen und Internet?
  • Gibt es noch Renovationsbedarf und zeigt sich der Vermieter kooperativ?
  • Welche Stauräume gehören zur Wohnung?
  • Wie ist die Lage der Wohnung?

 

Im Anschluss an die Besichtigung sollten Sie die Umgebung selbst noch ein wenig erkunden, indem Sie einen Spaziergang unternehmen. Achten Sie auf die Verkehrsanbindung, vorhandene Parkplätze, Einkaufsmöglichkeiten und die Distanz zu Kindergarten, Schule, Universität und Arbeitsplatz. Fragen Sie zudem bei der Stadt nach, ob in der Umgebung grössere Projekte geplant sind, die Ihre Lebensqualität einschränken könnten. Auch ein Gespräch mit den potenziellen Nachbarn kann helfen.

 

Mögliche versteckte Mängel aufspüren

Besonderes Augenmerk sollten Sie während der Besichtigung auf eventuelle Mängel legen. Fragen Sie gezielt nach Schimmel, nach anstehenden Reparaturen, den zuletzt durchgeführten Reparaturen und weiteren eventuellen Schwierigkeiten. Der Vermieter darf Ihnen bekannte Mängel nicht verschweigen.

 

Zuletzt noch ein Tipp für Vermieter: Wenn Sie sich die Arbeit sparen möchten, Besichtigungen zu organisieren, können Sie sich von einem professionellen Makler unterstützen lassen. Wir arbeiten bei Properti mit vielen Maklern zusammen, die sich vor Ort auskennen. Ausserdem bieten wir Ihnen als einzige Immobilienfirma eine Mieter-Garantie für fünf Jahre an!

Jetzt herunterladen: Checkliste für Immobilienbesichtigung!

Auf geht's!