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Die richtige Vermietung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung in der Schweiz ist die Grundlage für den Start eines guten Mietverhältnis. In diesem Artikel erfahren Sie, worauf Sie bei der Vermietung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung in der Schweiz ohne Makler besonders achten sollten, damit alles glatt läuft.

 

Tipp 1: Mietobjekt vorbereiten und Mietzins festlegen

Bevor Sie Ihre Wohnung oder Ihr Haus in der Schweiz vermieten, sollten Sie gewisse kleinere Renovationen vornehmen: die Immobilie neu streichen, den Boden abschleifen oder auch gewisse Geräte ersetzen. Allesamt führen diese kleinen Arbeiten zu einem Mehrwert der Immobilie, aber auch zu einer schnelleren Vermietung. Nebst den kleinen Kosmetik-Arbeiten sollten Sie auch hochwertige Bilder der Immobilie machen, um diese im bestmöglichen Licht präsentieren zu können – der erste Eindruck zählt!

 

Bevor Sie Ihr Objekt vermieten, sollten Sie berechnen, welche Bruttomonatsmiete Sie erhalten können. Am besten machen Sie hierzu mit der Hilfe von comparis.ch eine Konkurrenzanalyse mit den Objekten in der Umgebung. Sie können natürlich den Mietpreis auch kostenlos über properti ermitteln lassen.

 

Tipp 2: Haus oder Wohnung optimal präsentieren

Nebst den hochwertigen Aufnahmen ist es wichtig, die Immobilie optimal zu präsentieren. Dies erreicht man einerseits durch einen frischen und knackigen Text aber auch indem man die Immobilie auf sämtlichen Online- sowie Offline-Kanälen inseriert und so mit dem individuellen Marketing-Paket die bestmögliche Resonanz erzielt. Es ist sicherlich von Vorteil, die Immobilie auf sämtlichen Immobilienportalen aber auch Social Media zu inserieren.

 

Tipp 3: Besichtigung richtig durchführen

Es ist wichtig, dass Sie stets einige Minuten vor der Besichtigung vor Ort sind und kurz überprüfen, ob die Immobilie noch “intakt” ist. Lüften Sie kurz die Wohnung durch, öffnen Sie sämtliche Vorhänge und versichern Sie sich, dass sämtliche Storen oben sind, damit die Wohnung durch die Helligkeit überzeugt. 

 

Tipp 4: Bonität und Referenzen des Mieters überprüfen

Um sicherzugehen, dass der Mieter nicht verschuldet ist und keine Betreibungen hat, sollten Sie einen aktuellen Betreibungsregisterauszug verlangen. Versichern Sie sich, dass der Mieter Ihnen den originalen und aktuellen Auszug vorlegt. Sollte Ihr Mieter aus Deutschland kommen, ist ein Schufa-Nachweis äquivalent. Ihr Mieter sollte einen positiven Nachweis vorzeigen zu können.

 

Damit Sie Probleme wie Mietnomaden vermeiden, empfehlen wir Ihnen zudem, den Mieter während der Besichtigung gut kennenzulernen. Anhand Ihres Bauchgefühls können Sie so feststellen, ob es sich um eine seriöse Person handelt oder nicht. Lassen Sie sich alle wichtigen Dokumente schriftlich geben, wie etwa den Personalausweis oder eine Kopie des Passes. Eine ausgefüllte Mietanmeldung mit den persönlichen Daten, Daten des Vorvermieter, Lohnangaben und Kontaktdaten des Arbeitgebers empfiehlt sich. Überprüfen Sie die Referenzen sorgfältig.

 

Tipp 5: Schriftlichen Mietvertrag vereinbaren

Besonders wichtig ist der Mietvertrag, denn so sichern Sie sich als Vermieter ab. Zwar ist es keine Pflicht, einen schriftlichen Mietvertrag abzuschliessen, aber wir möchten Ihnen dringend dazu raten. Mithilfe Ihres Maklers oder eines Anwalts können Sie einen wasserdichten Mietvertrag entwickeln, der Sie als Vermieter schützt. Eine Alternative wäre der Hauseigentümerverband Schweiz.

 

Achten Sie darauf, dass der Mietvertrag die folgenden Vertragspunkte enthält:

  • Angaben zum Mietgegenstand inklusive Nebengebäude, vorhandener Möbel und Angabe der Adresse
  • Genaue Nennung der monatlichen Miete inklusive aller Nebenkosten sowie Angaben zur Zahlungsmodalität (Kontoverbindung)
  • Ausdrückliche Vereinbarung dazu, welche Nebenkosten vom Mieter übernommen werden
  • Mietdauer oder unbefristeter Mietvertrag mit Angaben zur Kündigung
  • Höhe und Zahlungszeitpunkt der Mietkaution (diese darf maximal drei Mietzinsen entsprechen)

 

Tipp 6: Vorsicht bei der Wohnungsübergabe

Sobald beide Parteien den Mietvertrag unterschrieben haben und ein Datum für den Einzug des Mieters feststeht, kann das Mietverhältnis beginnen. Legen Sie besonderen Wert auf die Wohnungsübergabe. Die Wohnung muss dem vertraglich festgelegten Zustand entsprechen. Notieren Sie sich eventuelle Mängel und machen Sie auch den Mieter darauf aufmerksam. So wissen Sie beim späteren Auszug des Mieters, welche Mängel bereits vorhanden waren und welche der Mieter verursacht hat. Für letztere muss er haften.

 

Wichtig: Führen Sie ein ausführliches Übergabeprotokoll und machen Sie Fotos und Videos von den Mängeln.

 

Die Schlüsselübergabe erfolgt meist zeitgleich mit der Wohnungsübergabe. Auch hierfür brauchen Sie ein Protokoll, in dem genau festgehalten ist, welche und wie viele Schlüssel der Mieter erhält. Diese muss er später alle wieder zurückgeben. Sobald Sie die Schlüssel übergeben haben, kann der Mieter offiziell einziehen. Sehen Sie aus Sicherheitsgründen davon ab, die Schlüssel schon vor Unterschrift des Mietvertrags zu übergeben.

 

Tipp 7: Vermieterpflichten kennen

Während des Mietverhältnisses haben Sie als Vermieter einige Pflichten. Hier ist zunächst die Mietkaution zu nennen. Diese müssen Sie auf ein separates Kautionskonto einzahlen und verzinst anlegen. Die Kombination von Privatvermögen und Mietkaution ist nicht erlaubt. Die Rückzahlung der Mietkaution erfolgt bei Beendigung des Mietverhältnisses, da Sie dann keine Mietsicherheit mehr benötigen. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, können Sie bei Auszug des Mieters auch einen Teil oder die ganze Kaution einbehalten, um Reparaturkosten oder fehlende Mietzahlungen zu begleichen.

 

Darüber hinaus ist es Ihre Pflicht, eine jährliche Abrechnung über die Nebenkosten zu stellen. Zwar sind diese bereits in der Warmmiete enthalten, aber oft gibt es abweichende Ausgaben. In der jährlichen Abrechnung stellen Sie fest, ob die Vorauszahlungen oder Akontozahlungen des Mieters mit den tatsächlichen Ausgaben übereinstimmen. Häufig muss der Mieter eine Nachzahlung leisten oder erhält eine Rückzahlung. Denken Sie daran, die Nebenkostenabrechnung alle 12 Monate zu senden.

 

Wichtig: Achten Sie darauf, ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis mit dem Mieter zu etablieren, um Probleme und Missverständnisse zu vermeiden.

 

Mit diesen 7 Tipps sollte nun bei der richtigen Vermietung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung in der Schweiz nichts mehr schief gehen!

 

Wie vermiete ich mein Haus oder meine Wohnung in der Schweiz richtig? Hier Checkliste kostenlos herunterladen!

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